Die lange Nacht der Kirchen

Am Samstag, den 21.8.04 sind mehr als 50 wanderfreudige Gemeindeglieder im Alten Amt zur zweiten langen Nacht der Kirchen gestartet
Trotz heftigen Regens, der den Tag über immer wieder drohte, alles ins Wasser fallen zu lassen, war die kleine Kapelle in Dögerode um 20.00 Uhr gut gefüllt, zumal noch etliche aus Dögerode zu den Wanderern hinzukamen, die nur an der Andacht teilnehmen wollten.
Die Auftaktandacht wurde von den Kapellenvorsteherinnen Edeltraud Fanelsa und Ingrid Mutschall gestaltet. Es ging um Wege und um den Drachentöter Georg, der der Kirche als Namenspatron ihren Namen gab. So wurde auch ein kleiner Drache als Gruß aus Dögerode in den Blumenstrauß gesteckt, der (per Bus) mit auf die Lange Nacht der Kirchen ging. Zur Posaune, die Pastor Rudolf Schwarzenberg in fast allen Kirchen spielte, wurde "Geh aus mein Herz und suche Freud" gesungen
In Düderode hießen uns Orgelklänge (gespielt von Diemut Schwarzenberg) willkommen - deshalb kam eine Orgelpfeife mit auf den Weg in den Blumenstrauß. In der Andacht machte Rudolf Schwarzenberg aufmerksam auf 11 Engel, die im Altar verborgen sind - so viele, wie die Kirchen, die wir im Alten in den beiden langen Nächten besuchten. Getränke in der Kirche und vom Frauenkreis liebevoll geschmierte Brote gab es mit auf den Weg.
Der wunderschöne Weg nach Wiershausen führte durch den dunklen Wald - zwischendurch fielen immer wieder ein paar Tropfen Regen. Dies tat jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch. In der Simon und Juda Kirche lud Rudolf Schwarzenberg zu ein paar Minuten Stille ein, die schöne Kirche auf sich wirken zu lassen. Die Gemeinde, hatte Brote und Brötchen vorbereitet. Auch diesmal war Wiershausen wieder mit einer großen Zahl an Wanderern vertreten.
So ging es kurz nach 23.00 Uhr weiter nach Sebexen, wo uns die Gemeinde mit Kaffee und Kuchen bewirtete. Kirchenvorsteher Wilhelm Heller hatte für jeden eine Sonnenblume, als Zeichen des Lichtes, das durch die Dunkelheit vorangeht. Kirchenvorsteherin Ullrike Macke gestaltete die Andacht mit Nachdenklichem über unsere Wege und Gottes Wege mit uns. Nach Mitternacht brachen wir auf zur Weißenwasserkirche, wo wir gegen 1.10 ankamen. Die letzten Meter ging es schweigend, denn aus der Kirche, die in Kerzenschein getaucht war, war der Choral "Christ ist erstanden" zu hören, der von einer Bläsergruppe gespielt wurde.
Die Schlußandacht gestaltete P. Wulkop, indem er die einzelnen Stationen der beiden Langen Nächte durch das Alte Amt in Erinnerung rief.
Am Feuer vor der Kirche gab es dann Sekt und Würstchen für die immer noch mehr als 50 Wandernden durchs Alte Amt. Zwar müde aber sehr zufrieden freuten sich alle über die gelungene und weitgehend trockene Nacht. Nach und nach wurde alle mit dem Kirchenbus von Rudolf Schwarzenberg in ihre Dörfer oder zum Auto gebracht. Die letzten Jugendlichen, die für das Feuer gesorgt hatten, brachen erst gegen 3.00 Uhr auf, als sichergestellt war, dass von dem Feuer keine Gefahr mehr ausgeht.
Alle waren sich einig: in spätestens zwei Jahren soll es neue Lange Nächte der Kirchen im Alten Amt geben. Denn diese Wanderungen tragen dazu bei, dass die Dörfer und Gemeinden wieder stärker zusammenwachsen.
Besonderer Dank gilt Heinz Hermann Stöckemann und Dietmar Hantke, die die Strecke ausgearbeitet haben und manche Wege geprobt und geebnet haben.

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