Kirchengemeinden im Alten Amt

Gottesdienstplan

Jeden Sonntag treffen sich Christen zum Gottesdienst. Aber nicht jeden Sonntag in jedem Dorf. Wo sind die nächsten Gottesdienste?

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Taufe, Trauung, Trauerfeier

Manchmal ist uns Gott besonders wichtig. In glücklichen oder sehr ernsten Zeiten. Dann können wir einen besonderen Gottesdienst feiern. Über Taufe, Hochzeit, Beerdigung.

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Konfirmation und Konfirmanden-Unterricht

Die Konfirmandenzeit ist eine wichtige Zeit für Jugendliche, die Konfirmation ein großes Fest. Wie wird es gefeiert und wie verläuft der Unterricht?

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Die Kirchen

Jede Gemeinde hat eine sehenswerte Kirche. Worauf sollte man besonders achten? Hier mehr dazu.

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Gruppen und Kreise

In jeder Kirchengemeinde treffen sich Menschen. Es gibt Gruppen, Kreise, Aktivitäten. Was ist los in den Kirchengemeinden Echte und Eboldshausen?

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Aktuelles

Was beschäftigt uns zur Zeit? Was freut uns, wo brauchen wir Hilfe? Alles Aktuelle hier. (Aktuelles findet man auch im Kirchenboten.)

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Die Kirchen

 
St. Jakobus-Kirche zu Eboldshausen
Die ältesten Teile der Kirche stammen wohl aus der Zeit um 1145. Sie finden sich am westlichen Teil der Kirche. Auf beiden Längsseiten sieht man Reste von vermauerten Rundbogenfenstern.
Der Ostteil der Kirche, der heutige Altarraum, wurde im 18. Jahrhundert angebaut. Der Anbau ist auf der Südseite durch unterschiedliches Mauerwerk deutlich erkennbar.
Ebenfalls erkennbar ist, dass die Kirche erhöht wurde.
Aus dieser Zeit stammen vielleicht auch die großen, gleichmäßigen Fenster, die aber erst im 19. Jahrhundert ihre Spitzbögen erhielten.
 
EboldshausenKirche
 
Im Zusammenhang mit der Vergrößerung im 17. Jahrhundert wird der barocke Kanzelalter entstanden sein, der bei der Kirchenrenovierung 1896 als nicht mehr zeitgemäß entfernt wurde.
Damals erhielt sie die heutige Innengestaltung. Die Bänke wurden spätere erneuert.
Die heutige Gestaltung des Altars enstand bei der Kirchenrenovierung 1961.
 Ebh Kirche innen
 
In der Kirche sind drei Figuren zu sehen: Mose und Johannes der Täufer auf dem Altar, Jakobus der Ältere an der Nordseite. Sie wurden 1650 von Heinrich Ruprecht aus Einbeck für die Kirche in Eboldshausen geschaffen.
Der Kronleuchter kam 1903 in die Kirche. Pastor Meyer wechselte von Eboldshausen nach Bodenwerder, fand ihn dort auf dem Dachboden und erinnert sich an seine ehemalige Kirche. Einige Zeit war umstritten, ob er in die Kirche passt. Aber auf Initiative engagierter Gemeindeglieder wurde er repariert und wieder in der Kirche aufgehängt
Die Orgel wurde 1982 erneuert. Dabei wurde sie durch nicht mehr benötigte Register der Orgel in Oldenrode (Moringen) ergänzt.
 
Im Jahr 2010 wurde bei einem großen Pilgerfest die Pilger-Muschel angebracht, um die Kirche öffentlich als Pilgerkirche zu kennzeichnen.
 
 
St. Nikolai-Kirche in Echte
Von der mittelalterlichen Kirche gibt es keine Bilder. 1795 brach in Echte eine Feuersbrunst aus, der 9 Wohnhäuser und auch die Kirche zum Opfer fielen. In der Kirche hängt ein Bild, 1996 vom Ortsrat geschenkt, das dieses Geschehen zeigt.
Zügig wurde nach dem Brand eine neue Kirche gebaut. Es war ein großzügig angelegter Barockbau, in dem die Reste des alten Turms integriert wurden. Schon 1798 konnte die Kirche eingeweiht werden.
Ursprünglich hatte sie zwei Eingänge, je an der Süd- und der Nordseite. Der Eingang an der Nordseite wurde 1955 zugemauert, in dieser Zeit vielleicht auch die Fenster an der Ostseite, deren Licht die Gemeinde sonntags blendete. Über dem Südeingang wurde 1901 ein Bibelvers angebracht: „Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes".
Im Osten ist eine aus Fachwerk errichtete Sakristei angebaut.
 
Heute geht man durch das Erdgeschoß des Turms in die Kirche. In ihm steht eine defekte Glocke, die 1956 gegossen wurde, aber schon 1993 wieder ersetzt werden musste.
Im Kirchenvorraum sind alte Konfirmationsfotos zu sehen.
 
     Echte innen
 
Entworfen wurde die Kirche von dem Northeimer Baumeister Heinrich Andreas Isermeier. Ursprünglich fasste sie 400 Sitzplätze. Heute, bei großzügigerem Gestühl, haben 250 Personen Platz.
Der Fußboden fällt Richtung Altarraum leicht ab. Die Kirche ist hell und sehr schlicht gestaltet. Fast einziger Schmuck ist der Kanzelalter, an den Seiten Gestühl, das früher von besonderen Personen, Kirchenvorsteher, Patron, genutzt wurde (Priechen).
Vor dem Kanzelaltar wurde bei der Renovierung 1980 ein Altartisch (Mensa) aufgestellt. Dadurch wendet der Pastor beim Gebet der Gemeinde das Gesicht zu und das Abendmahl kann wirklich um einen Tisch herum gefeiert werden.
Die großen farbigen Paramente wurden im Jahr 2000 von Gemeindegliedern entworfen und angefertigt.
Die Orgel wurde 1928 als pneumatische Orgel gebaut. Diese Technik ist heute selten und deshalb besonders erhaltenswert. Ob der Orgelprospekt von 1772, also noch aus der alten Kirche stammt, oder in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffen wurde, ist umstritten.
1990 bis 1993 erfolgte eine grundlegende Renovierung der Kirche und des Kirchturms.
 
EchteKirche2
 
Vor der Kirche steht eine gewaltige „1000 jährige" Linde. Ob sie wirklich so alt ist, weiß natürlich niemand. Beim Brand 1795 hat sie sehr gelitten, schlug dann aber wieder aus. Sie gehört zu den ältesten Bäumen im Alten Amt.
 
Quellen:
Kirchenbote.
Ulfrid Müller, Die Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Kalefeld, Kalefeld 2011. Herausgegeben von den Heimatvereinen.
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